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Konzert 8 • Florian Uhlig und Mirijam Contzen
Sonntag, 25. Juli 2010, 11 Uhr
Werke von Schumann, Mendelssohn, Saint-Saëns
Florian Uhlig, Klavier
Mirijam Contzen, Violine
Programm
Robert Schumann: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-moll op. 121
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sonate für Violine und Klavier F-Dur
Camille Saint-Saens: Sonate für Violine und klavier Nr. 1 d-moll op. 75
Florian Uhlig
Florian Uhligs musikalische Persönlichkeit bewegt sich zwischen Introvertiertheit und Emphase, sein Spiel ist geprägt von Neugier auf Musik in allen Facetten, Leidenschaft bestimmt seine Aktivitäten im Einzugsbereich musikalischer, pianistischer Expression und schlägt sich nieder in vielerlei Form. Die geistige Unrast, die ernsthafte Neugier, den Dingen auf den Grund zu gehen, ist neben und vor einer mühelosen Virtuosität Florian Uhligs wesentliche Gabe; seine Aktivität und Kreativität werden angetrieben von dem Wunsch, dem einzelnen Werk in seinen Verschränktheiten mit der historischen und der gegenwärtigen Wirklichkeit nachzuspüren. Vom Barock bis zur Gegenwart reicht sein Repertoire, enthält aber keineswegs nur die gängigen „Schlachtrösser“ der Literatur.
Florian Uhlig bewegt sich überall da, wo Komponisten Interessantes formulieren, wo das Handwerk des Klavierspielens sich in Gefühltes und Gemeintes verwandeln darf und muss. Schablonenhaftes Denken und Spielen hat keine Chance. Bei der Zusammenstellung von Recital-Programmen erlaubt er sich Exzentrisches, schlägt mit Eifer über die Stränge, bündelt Bekanntes und Unbekanntes – und dringt immer stilsicher zum Kern der Musik, gewährt das Vergnügen einer geistreichen Klangrede.
Florian Uhlig wurde in Düsseldorf geboren und gab mit zwölf Jahren seinen ersten Klavierabend. Er studierte in London bei Peter Feuchtwanger und setzte seine Studien am Royal College of Music und an der Royal Academy of Music in London fort, wo er heute – neben Berlin – lebt.
Sein Orchesterdebüt gab Florian Uhlig im Londoner Barbican im Jahr 1997. Seitdem führte ihn eine rege Konzerttätigkeit in die großen Säle von Berlin, Brüssel, Caracas, Dresden, Hong Kong, Istanbul, Kapstadt, Köln, London, Luxemburg, München, New York, Paris, Prag, Reykjavik, Salzburg, Seoul, Venedig, Washington und Wien. Florian Uhlig konzertierte mit Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra, der Dresdner Philharmonie, den Münchner Symphonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Wiener Kammerorchester. Erst kürzlich gastierte er beim Iceland Symphony Orchestra und beim Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela mit Krzysztof Pendereckis Klavierkonzert unter der Leitung des Komponisten.
Einladungen zu Festivals führten zu Auftritten u.a. beim Beethovenfest Bonn, bei den Kammermusiktagen Schloss Elmau, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem MDR Musiksommer, France Musiques Paris, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, den Wiener Festwochen u.a.m.
Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Florian Uhlig ein gefragter Kammermusiker und Liedpianist. Er war der letzte Partner des legendären Baritons Hermann Prey und arbeitet mit Mirijam Contzen, Alban Gerhardt, Franz Hawlata, Roberto Saccá und Ingolf Turban, dem Consortium Classicum, dem Philharmonia Quartett Berlin, sowie mit den Schauspielern Christoph Bantzer, Cornelia Froboess, Gudrun Landgrebe und Nina Hoger.
Seit 2008 ist Florian Uhlig Künstlerischer Leiter des Johannesburg International Mozart Festivals.
Mirijam Contzen
2009 und 2010 spielt die deutsch-japanische Geigerin Mirijam Contzen Mozarts Violinkonzert KV 219 mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Tomas Netopil, Mendelssohns Violinkonzert e-moll mit den Nürnberger Philharmonikern unter Christof Prick und das Sibelius Violinkonzert mit dem Beethovenorchester Bonn unter Petri Sakari. Mit Schumanns Violinkonzert ist sie mit der Deutschen Staatsphil-harmonie Rheinland-Pfalz unter Karl-Heinz Steffens und dem Haydn Orchester Bolzano unter Gerard Korsten zu hören. Außerdem tritt Mirijam Contzen mit der Staatskapelle Weimar unter Stefan Solyom (Bartok-Violinkonzert N° 2), mit dem Staatsorchester Braunschweig unter Christof Prick (Spohr-Violinkonzert N° 2), mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Friedrich Haider (Vivaldis Vier Jahreszeiten) und mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig unter Michael Sanderling (Brahms) auf.
Mirijam Contzen konzertierte mit Sydney Symphony Orchestra, Melbourne Symphony Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra, Helsinki Philharmonic, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre National de Belgique, Gewandhausorchester Leipzig, Rundfunk-sinfonieorchester Berlin, RSO Frankfurt, Bamberger Symphoniker, Münchner Kammerorchester, Kölner Kammerorchester, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Münchner Rundfunkorchester, Stuttgarter Philharmoniker, Duisburger Philharmoniker, Orchestra Arturo Toscanini Parma und Prager Symphoniker. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Gerd Albrecht, Christian Arming, Gabriel Feltz, Raphael Frühbeck de Burgos, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Nicholas Milton, Helmut Müller-Brühl, Libor Pesek, Gianandrea Noseda, Christoph Poppen, Dennis Russell Davies, Leif Segerstam, und Mario Venzago zusammen. Claudio Abbado lud die Künstlerin zu den „Berliner Begegnungen“ ein.
Sie trat auf wichtigen Konzertpodien wie in den Philharmonien von Berlin, Köln und München, Alte Oper Frankfurt, Musikhalle Hamburg, Musikverein Wien, Barbican Hall London, Wigmore Hall London, Rudolfinum Prag, Salle Gaveau und Théâtre des Champs-Elysées Paris, Victoria Hall Genève, Tonhalle Zürich, Megaron Athen, Carnegie Hall New York und Suntory Hall Tokyo auf. Sie gastierte bei den Salzburger Festspielen, Ludwigsburger Schlossfestspielen, beim Lucerne Festival, Rheingau
Musik Festival, MDR Musiksommer, Athen Festival und dem Taipei Music Festival. 2005 gründete Mirijam Contzen ihr eigenes Kammermusikfestival auf Schloss Cappenberg, und seit 2009 ist sie Mitglied im Waldstein Quartett.
Mirijam Contzen studierte beim legendären Geiger und Pädagogen Tibor Varga. Früh erhält sie Preise und Auszeichnungen und mit 16 Jahren gewinnt sie den Internationalen Violinwettbewerb Tibor Varga, der ihr die Tore zur Musikwelt öffnet. Mirijam Contzen, die auf einer Violine von Carlo Bergonzi aus dem Jahr 1733 spielt, nahm bei ARTE NOVA/BMG mehrere CD’s auf, darunter ein Rezital mit dem Titel „Favourite Violin Pieces“, für das sie 2001 den ECHO-Klassikpreis als beste Nachwuchskünstlerin erhielt.
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