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Konzert 4 • Aviv Quartett
Sonntag, 4. Juli 2010, 11 Uhr
Werke von Mozart und Haydn
Sergey Ostrovsky, Violine
Evgenia Epshtein, Violine
Nathan Braude, Viola
Aleksandr Khramouchin, Violoncello
Programm
W. A. Mozart Streichquartett Nr. 17 B-Dur KV 458 „Jagd-Quartett“ B-Dur (1784)
Joseph Haydn Streichquartett C-Dur op. 76 Nr. 3 Hob. III:77 „Kaiser-Quartett“
W. A. Mozart Streichquartett C-Dur KV 465 "Dissonanzen-Quartett"
Aviv Quartett
Sergey Ostrovsky, Violine
Evgenia Epshtein, Violine
Nathan Braude, Viola
Aleksandr Khramouichin, Violoncello
Vier junge Musiker aus Russland, Israel und Kanada gründeten 1997 das Aviv Quartet. Zunächst studierten die Musiker des Ensembles in Israel bei Gad Kogan, Irina Svetlova und Haim Taub. Das Quartett komplettierte seine Studien beim Amadeus Quartett in London an der Royal Academy of Music sowie beim Alban Berg Quartett in Köln. Zudem arbeitete das Ensemble im Rahmen von Festivals und Meisterkursen mit Mitgliedern des Borodin Quartet, des Emerson Quartet, des Juilliard Quartet und des Quatuor Ysaÿe. Das Aviv Quartet machte bereits nach kurzer Zeit mit spektakulären Interpretationen auf sich aufmerksam. 1998 wurde das Quartett ausgewählt, Israel beim von Isaak Stern geleiteten Internationalen Kammermusiktreffen in Jerusalem zu vertreten. Es folgten erfolgreiche Teilnahmen bei internationalen Wettbewerben: 2. Preis beim Wettbewerb des Prager Frühlings; 1. Preis und Kammermusikpreis, Interpretationspreis und CD-Vertrag für Naxos beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Melbourne;„Amadeus Quartet Prize“ beim Internationalen "Charles Hennen Wettbewerb" in den Niederlanden; 2. Preis beim Schubert-Wettbewerb Graz; 1. Preis und Kritikerpreis beim Internationalen Streichquartett Wettbewerb in Bordeaux.
Konzertreisen führen das Aviv Quartet nicht nur zu allen großen Musikfestivals in Israel, sondern regelmässig auch in die bedeutenden Musikzentren Europas, in die USA, nach Kanada, Südafrika, Australien und Brasilien. Sie spielten u.a. in New York (Carnegie Hall, Lincoln Center), Washington (Kennedy Center, The Library of Congress), Sydney (Opera House), Wien (Konzerthaus), London (Wigmore Hall, South Bank Centre), Paris (Auditorium du Louvre, Théâtre du Châtelet, Théâtre de la Ville), Zürich (Tonhalle), Salzburg (Mozarteum), Köln (Philharmonie), Bonn (Beethovenhaus). Zudem gastierten sie bei renommierten Festivals wie dem Verbier Festival, Festival van Vlaanderen, den Schwetzinger Festspielen, dem Oberstdorfer Musiksommer.
Gleich die erste CD des Aviv Quartet bei NAXOS mit Streichquartetten von Franz Anton Hoffmeister erhielt vom Fachblatt Strad Magazine „höchste Empfehlungen“. Inzwischen hat das Ensemble auch Streichquartette von Schostakowitsch und Erwin Schulhoff für NAXOS aufgenommen.
Sergey Ostrovsky
Sergey Ostrovsky ist Mitbegründer des Aviv Quartets. 1975 in Gorky in eine Musikerfamilie hineingeboren, erhielt er mit sechs Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Nachdem er 1991 nach Israel emigrierte, studierte er an der Rubin Akademie für Musik in Tel Aviv, danach am Königlichen Konservatorium Rotterdam und am Konservatorium von Amsterdam . Er gewann bedeutende Preise (Israel National Competition, Ilona Korenhouser Preis) und ist Preisträger des „Premio Rodolfo Lipizer Violin Wettbewerb“. Sergey Ostrovsky ist Konzertmeister beim Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Er tritt mit renommierten Orchestern u.a. dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Verbier Festival Chamber Orchestra, dem Johannesburg Philharmonic Orchestra sowie dem Moskauer Philharmoniker unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Philippe Entremont auf. Für EMI nahm er mit Maxim Vengerov die Concertante für 2 Violinen von W.A. Mozart auf. Er spielt auf einer 1716 von Giovanni Granccino gebauten Geige. Seit 2009 hat er eine Professur an dem „Conservatoire de Musique“ in Genf.
Evgenia Epshtein
Evgenia Epshtein, in Yekaterinenburg geboren, ist Mitbegründerin des Aviv Quartets. Mit sechs Jahren begann sie Geige zu spielen. 1990 emigrierte sie nach Israel, wo sie an der Rubin Akademie für Musik in Tel Aviv studierte. Später wechselte sie an das Königliche Konservatorium Rotterdam. Dort wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und nahm an Meisterklassen von Isaac Stern, Henry Mayer, Zakhar Bron u.a. teil.
Evgenia Epshtein ist Mitglied in mehreren Kammermusikprojekten, deren Aufführungen sich von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik erstrecken. Neben ihren Kammermusik Konzerten tritt sie auch weltweit als Solistin auf und hat mit verschiedenen israelischen und ausländischen Orchestern zusammen gearbeitet. Zur Zeit ist sie bei dem Label „Naxos“ unter Vertrag. Seit 2006 lehrt sie am
Königlichen Konservatorium Rotterdam. Sie spielt auf einer Ruggeri-Geige aus dem 17. Jahrhundert, die ihr die „American-Israeli Cultural Foundation“ zur Verfügung gestellt hat.
Nathan Braude
Der belgisch-israelische Bratschist Nathan Braude ist seit September 2009 neues Mitglied des Aviv Quartets. 1984 geboren, erhielt er seinen ersten Unterricht bei seinem Vater. Zu seinen Lehrern zählten Nobuko Imai, Carol Rodland und Kim Kashkashian. Er war Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe, u.a. des 11. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach, Österreich im Jahr 2004.
Seit dem 21. Lebensjahr ist Nathan Braude 1. Bratschist des Limburgs Symphonie Orkest in Maastricht. Er tritt zudem regelmäßig als Solist mit Orchestern, wie den „Solistes Européens“ Luxembourg, dem „Orkest der Lage Landen“, und dem „Solistes d’Europe chamber orchestra“ auf.
Außerdem ist er Gast bei internationalen Festivals, wie dem Verbier Festival, dem „Accademia Chigiana Siena“, dem Ravinia Music Festival, und dem Juventus Festival in Cambrai,. 2008 wurde er dort mit dem Titel „Laureat Juventus“ ausgezeichnet.
Aleksandr Khramouchin
1979 in Minsk (Weißrußland) geboren, bekam Aleksandr Khramouchin den ersten Cellounterricht im Alter von 4 Jahren.
1985 wurde er in die Klasse von Vladimir Perlin an der Spezialmusikschule Minsk für hochbegabte Kinder aufgenommen. Nachdem er 1992 nach Belgien kam, setzte er sein Studium bei Professor Hans Mannes am Königlichen Konservatorium von Antwerpen fort.
Im Alter von 19 Jahren erhielt Aleksandr Khramouchin die Stelle des Solocellisten beim Orchestre Philharmonique du Luxembourg im Grand-Duché von Luxemburg.
Aleksandr Khramouchin, Gewinner und Preisträger zahlreicher Cello- und Kammermusikwettbewerbe in Italien, Belgien, in den Niederlanden und beim XII. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, ist weltweit auf den größten Bühnen zu Gast. Er spielte als Solist mit Orchestern unter der Leitung von
Dirigenten wie Emmanuel Krivine, Rudolf Werthen, Dirk Brossé, Valery Poliansky und Bramwell Tovey.
Als Kammermusikpartner konzertierte Aleksandr Khramouchin u.a. mit Emmanuel Ax, Christian Ivaldi, Vladimir Sverdlov, Polina Leshenko, Sofja Gülbadamova, Denis Goldfeld, Priya Mitchell, Mikhail Bezverhny und Jack Liebeck.
Aleksandr Khramouchin gastierte im Concertgebouw Amsterdam, Salle Gaveau in Paris, in der Alten Oper Frankfurt und in der Kölner Philharmonie, Tschaikowsky Saal in Moskau und in vielen anderen.
Zahlreiche Fernseh- und Radiomitschnitte sowie CD-Aufnahmen, u.a. bei „Timpani Records“, legen ein beredtes Zeugnis von seiner Vielseitigkeit ab. Die CD mit den Werken von Jean Cras wurde vom französischen Musikmagazin mit fünf Sternen ausgezeichnet.
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